HPU Hämopyrollaktamurie

Die HPU oder KPU ist eine Stoffwechselstörung -keine Erkrankung-, bei der die Synthese von Häm gestört ist. Häm ist u.a. Bestandteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Es kommt zu einem hohen Verlust an Mikronährstoffen, der über die Nahrung nicht ausgeglichen werden kann. Durch diesen Mikronährstoffmangel können eine Vielzahl an Symptomen und Beschwerden entstehen. Die HPU/KPU ist verbunden mit einer verminderten Stoffwechselleistung, die körperliche, geistige und psychische Erschöpfung und Müdigkeit zur Folge haben kann. Hierbei entstehen giftige Stoffwechselzwischenprodukte, die zu psychischen und neurologischen Symptomen führen können.

Bei der HPU und KPU ist die Synthese von Häm gestört. Das bedeutet, dass nicht ausreichend viel Häm gebildet werden kann und Defizite in allen Bereichen auftreten, in denen Häm benötigt wird:

  • Bei der Entgiftung in der Leber (Häm ist Bestandteil vom Cytochrom P450) mit der Folge einer verminderten Entgiftungskapazität für Schwermetalle, Umweltschadstoffe und Stoffwechselprodukte
  • Bei der Hämoglobinsynthese (Häm ist Bestandteil vom Hämoglobin in den roten Blutkörperchen) mit der Folge einer verminderten Sauerstoffversorgung im Körper
  • Bei der mitochondrialen ATP-Synthese (Häm ist Bestandteil vom Cytochrom C) mit der Folge einer verminderten Energiegewinnung in den Zellen
  • Beim Aufbau von Muskelgewebe (Häm ist Bestandteil vom Myoglobin) mit der Folge einer verminderten Muskelkraft

So werden körperliche, geistige und psychische Erschöpfung und Müdigkeit verständlich.

Die giftigen Häm-Zwischenprodukte können nur nach Bindung an Zink, aktivem Vitamin B6 (und Mangan) ausgeschieden werden. Somit werden dem Körper wichtige Mikronährstoffe entzogen: Zink wird in über 300 Stoffwechselwegen benötigt, Vitamin B6 in über 100 und Mangan in über 60. Somit können die Symptome, Beschwerden und Folgeerkrankungen durch den Mikronährstoffmangel äußerst vielfältig sein und die Symptomatik durch den Häm-Mangel und die neurotoxischen Häm-Zwischenprodukte verschlimmern.

 

Symptome und Beschwerden

  • Allgemeine Symptome wie Schwäche, Energiemangel, Abgeschlagenheit, chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, Gewichtsstörungen.
  • Psychische Störungen und Erkrankungen wie Stressempfindlichkeit, Stimmungsschwankungen, schlechte Traumerinnerung, schlechtes Kurzzeitgedächtnis, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Nervosität, Lernstörungen, depressive Verstimmungen, Ängstlichkeit, Aggressivität, Licht-, Geruchs- und Geräuschempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Migräne, Suchtverhalten, Depressionen, Angststörungen, Psychosen, Autismus und AD(H)S.
  • Verdauungsstörungen und Erkrankungen wie Reizmagen, Reizdarm, Blähungen, Verstopfungen, Durchfall, Übelkeit, Sodbrennen, Magenschleimhautentzündungen, Reflux, Magenschmerzen, Bauchschmerzen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Glutenunverträglichkeit, Laktose-, Fruktose-, Sorbit-, Glukose- und Histaminuntoleranz, Leaky-Gut-Syndrom, Resorptionsstörungen von Mikronährstoffen, Alkoholunverträglichkeit, verminderter Gallenfluss, Gallensteine.
  • Störungen der Sinnesorgane Sehstörungen, Nachtblindheit, Lichtempfindlichkeit, Grauer Star, Makuladegeneration, Optikusneuropathie, Geräuschempfindlichkeit, Tinnitus, Schwerhörigkeit. 
  • u.a. 
 

Diagnostik und Therapie von HPU und KPU:

Für den Test ist Morgenurin nortwendig und wird im Labor Ganzimmun durchgeführt. 

Der orthomolekulare Therapieansatz bei der HPU/KPU besteht in der Substitution der Mikronährstoffe, die durch die HPU/KPU verlorengehen. Es wird vor allem Zink, aktives Vitamin B6, Mangan und Magnesium substituiert. Eine Beratung und Empfehlung für geeignete Produkte erfolgt bei auffälligem Ergebnis in der Praxis. Die Beratungskosten werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

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